Dumm, dümmer, am dümmsten

Oft ist es ja so, daß man sich hauptsächlich vor den Dingen fürchtet von denen man nichts versteht, von denen man keine Ahnung hat und die einen auch nicht interessieren. Wenn solch eine irrationale Furcht Waffen betrifft, dann hat sich dafür der vom großen Jeff Cooper geprägte Begriff “Hoplophobie” durchgesetzt, die “Angst vor Schußwaffen oder Angst vor bewaffneten Bürgern”. Von einer besonderen Unterart der Hoplophobie ist scheinbar eine Schuldirektorin in Chicago/USA betroffen – sie fürchtet sich sogar vor dem Bild einer durchgestrichenen Schußwaffe!

Der Bundesstaat Illinois hat nämlich ein Gesetz verabschiedet, wonach im gesamten Staat alle Schulen, Kirchen, Amtsgebäude und Schnapsläden hinkünftig mit genormten Waffenverbotsschildern gekennzeichnet sein müssen. Das ist dumm, aber so ist es halt einmal.

Das gefällt jedenfalls der eingangs erwähnten Schuldirektorin nicht, sie wird imSouthtown Star wie folgt zitiert:

(…) “I think the general public will be alarmed by it and wonder if people have been allowed to bring guns to school in the past,” she said. In her 22 years with Bremen Community High School District 228, she said, “I have no knowledge of guns ever being in this building.” (…) “I would have appreciated something more subtle, yet still recognizable — a logo, perhaps, not a gun,” she said. “You can’t look at this (sticker) and not think about Sandy Hook,” she said, referring to the 2012 school shooting in Newton, Conn., in which 20 children and six teachers were killed. (…)

( (…) “Ich glaube daß die Bevölkerung dadurch beunruhigt wird und sich fragen wird, ob es bisher erlaubt war Waffen mit in die Schule zu bringen”, meinte sie. In ihrer 22jährigen Tätigkeit im Schulbezirk seien ihr “niemals Waffen in der Schule untergekommen”, sagte sie. (…) Ich hätte mir etwas subtileres gewünscht, das trotzdem aussagekräftig ist – ein Logo vielleicht, aber keine Waffe!”, man könne “diesen Sticker nicht ansehen ohne an das Sandy Hook – Massaker zu denken, wo 20 Schüler und 6 Lehrer umgekommen sind.” führte sie aus. (…) )

OK, das ist jetzt schon etwas dümmer: Abgesehen davon, daß die Bevölkerung nicht so vertrottelt sein kann um solch ein Schild so zu deuten wie diese Dame – wie sollte man dieses Schild denn sonst gestalten? Wie sollte so ein “Logo” denn aussehen? Die Frau ist ein Fall für den Psychiater, auf Schulkinder sollte so jemand jedenfalls nicht losgelassen werden!

Am dümmsten aber ist die diesbezügliche Wortmeldung eines gewissenSuperintendent Byrne (ist wohl so etwas wie ein “Schulinspektor”), er meint dazu:

(…) The image can be frightening, Byrne said, “but if it keeps the world safer, that’s OK. The No. 1 thing we do for kids in general is keep their school safe. We don’t want schools to become like airports but we should make some reasonable efforts. If it’s reasonable to tell people this is a safe, no-gun zone, then we’ll do it.” (…)

(  (…) Das Bild könne furchterregend sein, so Byrne, “aber wenn es hilft, die Welt sicherer zu machen, dann ist es OK. Unsere erste Priorität für die Sicherheit der Kinder ist es, ihre Schulen sicher zu halten. Wir wollen aus den Schulen keine Flughäfen machen, aber wir sollten vernünftige Anstrengungen unternehmen. Wenn es vernünftig ist den Leuten mitzuteilen daß die Schulen sichere, waffenfreie Zonen sind, dann werden wir das auch tun.” (…)  )

Wie gesagt – die dümmste Meldung in diesem Zusammenhang: Eine waffenfreie Zone ist einfach nicht sicher! Irre Attentäter scheren sich nämlich nicht um irgendwelche ausgehängten Schilder, genausowenig wie ganz normale Verbrecher. Da ist es völlig irrelevant ob da ein Piktogramm, ein Logo oder einfacher Text draufsteht – ignorieren werden die das allemal!

Aber wenigstens wissen sie dann, daß sie mit keiner Gegenwehr zu rechnen haben – und das ist für solches Gesindel eine wertvolle Information und es ist alles andere als vernünftig, sie darauf aufmerksam zu machen!