Die Sache mit dem “Weissen Ring”

Vor knapp 4 Monaten, am 17. Oktober 2013, habe ich hier eine meiner Meinung nach ungeheuerliche Opfer-Täter-Umkehr durch den Verein “Weisser Ring” thematisiert und einen Brief mit Fragen an diesen Verein veröffentlicht. Die in diesem Brief gestellten Fragen blieben bis heute unbeantwortet.

Obiger Artikel wurde – leicht abgeändert – auch in den letzten IWÖ-Nachrichten auf Seite 19 veröffentlicht, das hat dann  doch eine Reaktion des “Weissen Ringes” in Form eines Briefes des Präsidenten Hon.Prof.Dr. Jesionek an die Redaktion der IWÖ-N gebracht: Kurz zusammengefaßt ist der Artikel unrichtig, der Taxifahrer ist vom “Weissen Ring” nie als “Täter” bezeichnet worden und wurde ihm vom “Weissen Ring” auch geholfen.

Das nehme ich zur Kenntnis, eine entsprechende Stellungnahme des “Weissen Ringes” werde ich gerne hier veröffentlichen – so ich denn eine erhalte. Den Brief an die IWÖ-Nachrichten gebe ich hier aber nicht wieder, da ich nicht der Adressat bin.

Als Autor des Artikels in den IWÖ-Nachrichten habe ich Herrn Hon.Prof.Dr. Jesionek aber auf seinen Brief folgende Antwort zukommen lassen:

Gars am Kamp, am 14. Februar 2014

Betreff: Ihr Schreiben an die Redaktion der IWÖ-Nachrichten vom 29.01.2014

Sehr geehrter Hon.Prof.Dr. Jesionek!

Mir ist Ihr Schreiben vom 29. Jänner 2014 an die Redaktion der „IWÖ-Nachrichten“ zur Kenntnis gelangt, als Autor des von Ihnen beanstandeten Artikels „Opfer-Täter-Umkehr?“ erlaube ich mir wie folgt dazu Stellung zu nehmen:

Ich habe den Fall des in diesem Fall betroffenen Taxifahrers seit dem Zeitpunkt, als er Opfer des Überfalls wurde, verfolgt und war sehr erleichtert, als die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Mann eingestellt hat. Durch einen Newsletter der „Fachgruppe Wien für die Beförderungsgewerbe mit PKW“ wurde ich darauf aufmerksam, daß der „Weisse Ring“ die psychologische Betreuung des Überfallsopfers abgelehnt habe, da „der ‚Weiße Ring‘ nur für Verbrechensopfer und nicht für ‚Täter‘ zuständig sei“ (wörtliches Zitat).

In der Folge habe ich dem „Weissen Ring“ am 17. Oktober 2013 einen Brief mit der Bitte um diesbezügliche Aufklärung gesendet, der u.a. auch die im von Ihnen beanstandeten Artikel gestellten Fragen beinhaltete (siehe hier:bf_WeisserRing_171013).

Als „Antwort“ auf diesen Brief erhielt ich am 08. November 2013 vom „Weissen Ring“ lediglich eine kurze Stellungnahme, in welcher man sich für den „Hinweis“ bedankte, inhaltlich jedoch in keiner Weise auf die aufgeworfenen Fragen einging.

Das fand und finde ich persönlich bedauerlich, zumal ja – wie aus Ihrem Schreiben vom 29.01.2014 hervorgeht – auch der „Weisse Ring“ daran interessiert ist, diese Angelegenheit klarzustellen. Wäre es zur rechten Zeit zu einer solchen Klarstellung gekommen, dann hätte man sich auch den Artikel in den IWÖ-Nachrichten ersparen können, so hat er aber immerhin auf diesem Wege Ihre Reaktion und Stellungnahme bewirkt.

Natürlich fällt bei Ihrer Stellungnahme auf, daß diese in direktem Gegensatz zu oben zitiertem Newsletter der „Fachgruppe Wien für die Beförderungsgewerbe mit PKW“ steht, wenn Sie also – wie in Ihrem Schreiben vom 29.01.2014 – mögliche rechtliche Schritte erwähnen, so sollte, was die „Kreditschädigung“ betrifft, der Urheber besagten Newsletters, KommR Christian Gerzabek, Ihr diesbezüglicher Ansprechpartner sein. Eine der Darstellungen muß ja falsch sein.

Ich habe jedenfalls zitierten Newsletter von Herrn KommR Gerzabek zur Kenntnis genommen, deshalb die Ihnen (bzw. dem „Weissen Ring“) bekannten Fragen gestellt (die bis heute unbeantwortet blieben) und als Konsequenz daraus auf meiner Webseite http://dagarser.wordpress.commehrere, sowie in den IWÖ-Nachrichten besagten, von Ihnen beanstandeten, Artikel verfaßt.

Sie schreiben: „Wir bedauern sehr, dass es da offenbar zu einem Kommunikationsfehler und zu Missverständnissen gekommen ist.“ Wenn Sie damit mangelnde Kommunikation meinen, dann stimme ich Ihnen zu: Das ist bedauerlich, da liegt der Fehler aber nicht auf meiner Seite. Mehr als fragen kann ich nicht. Wenn ich mangels einer Antwort Ihrerseits auf die veröffentlichten Kommentare des Obmanns der „Fachgruppe Wien für die Beförderungsgewerbe mit PKW“ zurückgreifen mußte, dann ist das aber auch kein „Mißverständnis“. Das lag ja „auf dem Tisch“, war öffentlich und erforderte Aufklärung.

Ich werde mich nicht bei Ihnen für Ihre eigenen Versäumnisse entschuldigen, der Ausgewogenheit und Fairness halber biete ich Ihnen aber gerne an, eine Stellungnahme Ihrerseits auf meiner Webseitehttp://dagarser.wordpress.com zu veröffentlichen!

Einer allfälligen Antwort Ihrerseits mit Interesse entgegensehend verbleibe ich
Mit freundlichen Grüßen

Richard Temple-Murray

Schauen wir einmal, ob da etwas kommt…