Jäger sehen Auftrag durch praxisfremdes Gesetz gefährdet

1. April 2014 (ljv bw) Stuttgart

Jäger sehen Auftrag durch praxisfremdes Gesetz gefährdet

Landesjagdverband: Neues Jagdgesetz ist pure Bürokratie

Heute, am 1. April, wird der Entwurf des neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes für Baden-Württemberg von der Landesregierung im Kabinett eingebracht.
Seit Ende 2012 haben die Jäger im Beteiligungsverfahren der Landesregierung mit 27 Sitzungen ihr Praxiswissen eingebracht – doch zum Schluss sind einige Punkte aufgenommen worden, welche die Jäger bei aller Kompromissbereitschaft als nicht umsetzbar ansehen. Der Landesjagdverband, der 30.000 Jägerinnen und Jäger im Land vertritt, lehnt den Gesetzentwurf ohne wesentliche Änderungen strikt ab.
Beim Landesjägertag am 5. April in Oppenau werden nachmittags Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Jagdminister Alexander Bonde über die Novelle zu 400 Delegierten der Jägerinnen und Jäger sprechen.

„Wir sind Jagd“: Jäger wollen Zuständigkeit behalten und Eigenverantwortung bewahren

Der Entwurf sieht einen Paradigmenwechsel vor: Die Jagd soll faktisch dem Naturschutz unterstellt werden. Dadurch sehen sich die Jäger – bislang eigenständige Naturnutzer wie Land- und Forstwirte, Fischer und Imker – ihrer bisherigen Eigenverantwortung beraubt und zu bloßen buying prozac without a script prozac no perscription next day delivery . buy prozac online overnight. canadian prozac diet pills without a Erfüllungsgehilfen degradiert. Sie lehnen deshalb ein solches Gesetz ab und fordern, die bisherige Trennung von Jagdrecht und Naturschutzrecht beizubehalten und Überschneidungsbereiche auf Augenhöhe zu regeln. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann warnt davor, die Jagd zum „notwendigen Übel“ abzustempeln: „Auftrag und Leidenschaft der Jäger würden darunter leiden. Der Landesjagdverband ist selbst ein anerkannter Naturschutzverband – der einzige, dessen Mitglieder eine umfassende Ausbildung und eine staatliche Prüfung absolvieren müssen. Effektiver Schutz ist durch nachhaltige Nutzung möglich. Wir kennen die Verhältnisse in unseren Revieren am besten, und wir übernehmen die Verantwortung dafür. Auf der lokalen Ebene gibt es seit jeher eine gute Zusammenarbeit zwischen Jägern, anderen Naturschützern und Naturnutzern.“ Friedmann betont, dass alle wildbiologischen Erkenntnisse, zu denen die Forschung heute gelangt ist, durch die Mitarbeit und Datenerhebung der Jägerschaft gewonnen wurden.

Als Jurist weist der Landesjägermeister darauf hin, dass das Jagdrecht in erster Linie ein Eigentumsrecht ist. Deshalb werde der Landesjagdverband die massiven Einschränkungen des Gesetzentwurfs verfassungsrechtlich prüfen lassen. Dass Jäger seit jeher eigenverantwortlich und prednisone price target prednisone price target Deltasone without prescription sachgerecht handeln, werde nicht gewürdigt. Jede neue Auflage oder Einschränkung, deren Ziel bereits auf freiwilliger Basis erreicht wird, sei eine unnötige Bevormundung und stehe in krassem Gegensatz zur vorgegebenen Absicht der Landesregierung, das Gesetz zu entbürokratisieren.

Jagdruhe und Fütterungsverbot erschweren Verringerung von Wildschäden

Völlig praxisfremd und kontraproduktiv sei die Absicht, die Jagd auf Wildschweine von Mitte Februar bis April im Wald zu verbieten. Friedmann sieht gravierende Folgen voraus: „In dieser Jahreszeit kommen bislang bis zu 20 % 15 oct 2013 … step 3 you unwavering commitment intensively have act for the buy cialis online der jährlich erlegten Wildschweine zur Strecke – und zwar im Wald, wo sie sich tagsüber aufhalten, solange die Felder noch keine Deckung bieten. Im Feld richten die Schwarzkittel aber bei ihrer nächtlichen Nahrungssuche Schäden an, und die sollen wir Jäger auch weiterhin ersetzen.“

Große Bedenken haben die Jäger auch beim Vorhaben, die Fütterung in Notzeiten zu verbieten. „Das beeinträchtigt nicht nur die Wildtiere, sondern geht auch zu Lasten des Waldes“, warnt Friedmann. Eine sachgerechte Wildfütterung trage dazu bei, Wildschäden zu vermeiden und Wild zu estrace-cream how can i buy. estrace-cream best buy from pharmacy. can i purchase estrace – cream . estrace-cream cure menopause where can i buy estrace-  lenken. Der Landesjägermeister sieht hinter einem solchen Verbot auch die Absicht, Rehwildbestände durch Verhungern zu dezimieren: „Das ist tierschutzwidrig!“ Baden-Württemberg sei so stark von menschlichen Eingriffen und Störungen geprägt, dass ein Vergleich mit weitgehend unberührten Bergregionen in der Schweiz oder mit anderen landesräumlichen Bedingungen wie im Saarland, nicht zulässig sei.

Drohende Einbußen für Grundeigentümer: Jagdrechtsverschärfungen schrecken Pachtwillige ab

Wer will unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch ein Jagdrevier pachten? Aus Sicht des Landesjagdverbandes haben die Macher des neuen Gesetzes weitgehend außer Acht gelassen, dass Jäger selbst anerkannte und praktizierende Naturschützer sind, dass sie seit Generationen eine nachhaltige Nutzung der Natur praktizieren – und dass sie das Ganze freiwillig in ihrer Freizeit tun und auch noch dafür bezahlen. Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann fragt: „Was bleibt uns denn bei so einem Gesetz, wie es hier geplant ist? Rechte einzukassieren und Verpflichtungen aufzubürden, Bürokratie statt Deregulierung und mangelndes Vertrauen in die bewährte Eigenverantwortung – damit locken Sie niemand hinter dem Ofen hervor, der in seiner Freizeit eine reizvolle Aufgabe sucht!“

Friedmann warnt davor, die Eigenverantwortung und das Engagement der Jäger zu gefährden: „Ein gutes Gesetz kommt mit möglichst wenig Verboten aus. Es soll das Jagen dort erlauben, wo es möglich ist, und nicht nur dort, wo es nötig ist.“ Die Jäger wollen sich nicht als zahlende Dienstleister behandeln lassen. Sie verweisen auf die Bedeutung der Jagd für Land- und Forstwirtschaft und das Grundeigentum sowie auf den Wirtschaftsfaktor Jagd, der vor allem im ländlichen Raum eine schmerzliche Lücke hinterließe, wenn es hieße: „Stellen Sie best prices for all customers! zoloft 50 mg street price . top offering, buy generic zoloft online. sich vor, es ist Jagd, und keiner geht hin!“ Das Motto des Landesjagdverbandes lautet „Jagd ist Auftrag und Leidenschaft“. Die Jäger sind bereit, ihren öffentlichen Auftrag zuverlässig zu erfüllen. Aber sie wollen sich ihre Leidenschaft nicht nehmen lassen.