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Immer noch versuchen Sachbearbeiter der zuständigen Behörden den Jägern, die halbautomatische Langwaffen auf der Grundlage ihres Jagdscheines erwerben, bei der Eintragung in die WBK eine 2-Schuss-Magazinbegrenzung vorzuschreiben. Das hat zur Folge, dass der Jäger diese Schusswaffe ausschließlich mit Magazinen mit einem Fassungsvermögen von 2 Patronen benutzen darf.

Begründet wird diese Beschränkung von den Sachbearbeitern meistens mit dem Argument, der Waffenbesitzer würde diese Schusswaffe zur Jagd benutzen und dürfe daher nicht mehr als zwei Patronen im Magazin haben.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat mit seinem Urteil vom 24.09.2014 genau diesen Sachverhalt geklärt und sagt, zusammengefasst:

Tatsächlich gilt das Verbot nach §19 Abs. 2c BJagdG nicht für die Schusswaffe selbst, sondern für ihre Verwendung bei der Jagdausübung. Das Waffengesetz gibt dieses Verbot nicht her und daher kann die Waffenbehörde kein allgemeines sachliches Verbot für die Benutzung von Magazinen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 2 Patronen für den Jäger herleiten. (OVG Münster, AZ.: 20A1347/12, vom 24.09.2014)

Das Urteil kann bei www.lexdejur.de unter Angabe des Aktenzeichen 20A1347/12 kostenpflichtig abgerufen werden.

Mit besten Grüßen

Das prolegal-Team

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